SPD Rheinmünster

 

Rede zur Verabschiedung des Haushaltsplans 2018

Veröffentlicht in Ortsverein

Rede zur Verabschiedung des Haushaltsplans der Gemeinde Rheinmünster für 2018

(es gilt das gesprochene Wort)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch von hier aus nochmals ein herzliches Willkommen.

Haushaltsberatungen werden gemeinhin als das Königsrecht des Gemeinderats bezeichnet. Aber die Beratungen, die der Verabschiedung vorausgehen, sind kein Zuckerschlecken. Die finanziellen Wünsche sind immer größer als die finanziellen Möglichkeiten. Das bedeutet irgendjemandem muss man immer weh tun. So gab auch in diesem Jahr kein Wunschkonzert und die sogenannten Sachzwänge haben manchen Beschluss stark beeinflusst.

Wohnraumbeschaffung für Obdachlose bzw. Flüchtlinge, Erneuerung des Südflügels der ehemaligen Klostergebäude, sprich Rathauserweiterung, Abschluss der Kindergartenrenovierung in Schwarzach und insgesamt Verbesserungen für unsere Schulen und Kindergärten sind Punkte die in diesem Jahr auf der Agenda stehen.

Dort sind es die hohen Beträge die im Haushaltsplan stehen und ausgegeben werden.

Aber auch viele andere kleineren Beträge die auftauchen summieren sich zu großen Summen. Reparaturen an Straßen, Pflege von Grünflächen, Erneuerungen beim Schwarzacher Friedhof, Ausgaben zur Erhöhung der Sicherheit in Form von zusätzlicher Straßenbeleuchtung oder auch bspw. zusätzliche Zäune bei Kinderspielplätzen stehen im Haushaltsplan. Ausgaben für Jugendtreff, Sommerferienprogramm oder Zuschüsse an Vereine für ihre Jugendarbeit addieren sich.

Es ist das Schicksal desjenigen der hier von den Fraktionen das letzte Wort ergreifen darf. Alles ist schon gesagt und Wiederholungen langweilen bekanntlich.

 

Rathauserweiterung

Der Gemeinderat hat große Beträge für die Rathauserweiterung eingeplant. Aus unserer Sicht kann dies nur realisiert werden, wenn die erhofften Zuschüsse eintreffen. Hier stehen Ausgaben von rund 4 Millionen an zu Preisen aus 2017. So steht es ausdrücklich in der Kostenschätzung des Architekturbüros. Wenn die Bauwirtschaft weiterhin so brummt kommen hier deutliche Mehrausgaben auf die Gemeinde zu. Wir müssen alles dafür tun, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Nicht alles was auf dem Papier toll ausschaut muss so realisiert werden.

Und wie von mir im Laufe der Haushaltsberatung immer wieder angemerkt: nicht mal die Hälfte der angestrebten Zuschüsse sind genehmigt Es fehlen noch über 1 Mio. damit das Projekt wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Dieses Projekt steht also unter einem finanziellen Vorbehalt.

 

An Anfang meiner Rede hatte ich von Sachzwängen gesprochen: Wir können Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen im Kerngebiet von Schwarzach erhalten. Es wäre mehr als ungeschickt, wenn wir diese nicht in Anspruch nehmen würden um ein Jahrzehntelang schlummerndes Anliegen zu realisieren.

 

Feuerwehr

Ich gebe ehrlich zu, die Feuerwehren in Rheinmünster liegen mir nicht weniger am Herzen. Auch dort sind hohe Bauinvestitionen notwendig. Aber alles auf einmal geht nicht und die vorher erwähnten Zuschüsse für eine Rathauserweiterung, die letztlich einer Klostergebäudesanierung entspricht, sind dann auch die Sachzwänge die nur das eine möglich machen und das andere müssen wir derzeit lassen.

 

Flüchtlinge Obdachlose

Ob wir die Menschen als Obdachlose sehen oder ob wir Flüchtlinge sagen. Es bleibt eins, wir müssen ihnen eine Unterkunft geben. Das Landratsamt wird sie uns zuteilen. Ob wir eine Sanierung der Poststraße ins Auge fassen oder Wohngebäude zum Kauf suchen. Ob wir selber neu Bauen und in welcher Form, immer geben wir hohe Beträge dafür aus. Container sind eine kurzfristige Lösung. Als uns in der Anfangszeit gebrauchte Container angeboten wurden, waren wir uns im Gemeinderat einig - die hätten wir nicht mal geschenkt bekommen wollen. So gesehen funktionieren zwar Container schnell, aber die für eine Gemeinde werthaltigere Lösung sind feste Bauten. Die gibt es auch in 40 Jahren noch.

Ich glaube nicht, dass ich der einzige hier am Tisch bin, der fast regelmäßig von Wohnungssuchenden angesprochen wird. Wenn ich höre, dass Mitbürger gesehen werden, die im Bach ihr Geschirr abspülen, Wenn ich Familien kenne, die jeden Cent zweimal umdrehen bevor sie ihn ausgeben, wenn ich von beabsichtigten Trennungen, dann weiß ich, dass wir auch preiswerte Wohnungen bauen müssen, um unsere von Obdachlosigkeit bedrohte Familien unterzubringen. Und das ist dann nicht der Landfahrer, er mir letztes Jahr erklärte, er wolle den Winter über in Greffern eine Wohnung haben, weil der Weg zur Fähre nach Frankreich so günstig wäre und er den Winter über in Frankreich Geschäfte zu erledigen hätte.

 

Schulen Kindergärten

Seit vielen Jahren plädieren wir seitens der SPD für verlängerte Öffnungszeiten in unseren Kindergärten und für zuverlässige Kinderbetreuung an unseren Schulen. Wir als Gemeinde sind zwar dabei dies in kleinen Schritten zu ändern. Trotzdem ist es immer noch nicht möglich in Rheinmünster zu wohnen, Kinder zu haben und als Alleinerziehende einer Ganztagesbeschäftigung nachzugehen. Hier muss es nach wie vor Verbesserungen beim Angebot geben. Im übrigen: hier schließt sich dann im Einzelfall auch der Kreis wieder zum Thema günstige Wohnungen, das ich vorher angesprochen hatte.

Der Umbau und die Erweiterung des Kindergartens in Schwarzach wird in diesem Jahr abgeschlossen werden. In Greffern platzt der Kindergarten aus allen Nähten und hinzu kommt, dass es seit wenigen Wochen positive Neuigkeiten gibt. Die Katzwerke sind verkauft. Das Gelände soll einer Wohnbebauung zugeführt werden. Offenbar gibt es Überlegungen für 20 Wohnhäuser. Daraus resultiert dann auch nochmals zusätzlicher Bedarf für die Betreuung von Kindern. Ich bezweifle, ob die eingestellten 100 Tausend Euro hierfür ausreichen. Ich vermute hier müssen wir nachfinanzieren oder aufschieben.

 

Schulsozialarbeiter

Die Zeiten ändern sich, das Lebender Eltern ändert sich, die Schüler ändern sich, die Aufgaben der Lehrer ändern sich. Bei den Lehrern durchaus auch in die Richtung, dass sie Probleme die es früher in dieser Häufigkeit nicht gab auffangen müssen. Inzwischen in einem Umfang, dass es begrüßenswert ist, einen Schulsozialarbeiter für unsere Schulen einzusetzen. Deswegen befürworten wir einen Schulsozialarbeiter. Man möge bitte daran denken, dass es immer noch besser ist Schwierigkeiten in der Jugend zu beheben als im Erwachsenenalter.

 

Schnelles Internet

Vermutlich dürften in diesem Jahr auch die letzten alten Verträge auslaufen

und für alle in Rheinmünster ein Anschluss an schnelles Internet möglich sein. Die SPD hat sich lang genug dafür eingesetzt. Trotzdem gibt es keine Anschlussmöglichkeit für Glasfaser bis ans Haus. Deswegen bin ich froh, wenn die Gemeinde überall dort wo Gehwege und Straßen aufgerissen werden die Möglichkeit nutzt Leerrohre zu verlegen. Die Zeit ist schneller da als uns lieb sein wird, in der die jetzigen theoretisch möglichen 100 MB einer lahmen Enten entsprechen.

 

Zustimmung zum Haushalt

In der Summe werden wir dem gemeindlichen Haushaltsplan für 2018 zustimmen. Dasselbe gilt für die Haushaltspläne beim Wasserbetrieb und bei der Abwasserbeseitigung. Wir haben ab diesem Jahr die Gebühren in der Gesamtsumme aus Wasser- und Abwassergebühren gesenkt. Das ändert jedoch nichts daran, dass wir nach unserem Eindruck insgesamt recht hoch liegen. Hier möchte ich gerne erfahren woran dies liegt.

 

Dankeschön

Diese Haushaltspläne zu erstellen ist eine umfassende Arbeit, die für die Mitarbeiter der Verwaltung manche nervenaufreibende Stunde bedeutet hat. Das auch diesmal wieder frühzeitige Vorlegen der Pläne verlangt großen Einsatz von allen Beteiligten. Insgesamt sind so gut wie alle Mitarbeiter der Gemeinde in irgendeiner Form daran beteiligt. Vor diesem Hintergrund möchte ich ein herzliches Dankeschön an die Verwaltungsspitze und an alle Verwaltungsmitarbeiter aussprechen und einen speziellen Dank an Frau Hamsch und Herrn Christen mit ihrer Mannschaft.

 

Hubertus Stollmaier

SPD Fraktion

15.1.2018

 

Gabriele Katzmarek

Ihre Bundestagsabgeordnete

 

Jonas Nicolas Weber

IHR LANDTAGSABGEORDNETER

 

Aktuelles aus dem Kreisverband

 

Neues aus dem Land

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch erklärt zur Europa-Delegiertenkonferenz der SPD in Berlin:

"Heute ist deutlich geworden: Die SPD ist die Europapartei in Deutschland. Mit Katarina Barley haben wir eine profilierte Frontfrau, die als ‚geborene Europäerin’ wie keine zweite für ein Europa der Hoffnung und der Zukunft steht.

Als SPD Baden-Württemberg haben das rausgeholt, was in dieser Situation möglich war. Zufrieden stellt es uns natürlich nicht, weil wir unsere amtierenden Abgeordneten beide auf sicheren Plätzen sehen wollten.

Die gesamte Liste.

"Der Schritt von Luisa Boos verdient großen Respekt. Ich bin ihr dafür sehr dankbar. Wir werden weiter mit aller Kraft gemeinsam für eine bessere Platzierung für Peter Simon kämpfen. Die Gespräche dazu laufen weiter. Aufgrund der Interessen anderer Landesverbände bleibt es aber äußerst schwierig, Verbündete dafür zu finden. Gewissheit haben wir erst am Sonntag."

Generalsekretär Binder: "Solche Chauvinisten sind eine Schande für das Parlament"

SPD-Generalsekretär Sascha Binder hat den sofortigen Ausschluss des Heidenheimer AfD-Abgeordneten Heiner Merz aus dessen Landtagsfraktion gefordert. "Was Herr Merz da von sich gibt, ist nicht einfach eine Ausfälligkeit oder eine Entgleisung. Sie offenbart ein zutiefst menschenverachtendes Frauenbild", so Binder. "Wenn die AfD nicht umgehend handelt, zeigt sie einmal mehr, welch übles Geistes Kind sie wirklich ist."

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch hat die von Frankreichs Präsident Macron angekündigte Schließung des AKWs Fessenheim als "großartige Nachricht für die Menschen in Südbaden" begrüßt. "Es ist den vielen, vielen Aktiven am Oberrhein und im Elsass zu verdanken, die über die Jahre hinweg für diese Nachricht gekämpft haben. Das älteste Atomkraftwerk Frankreichs wird endlich abgeschaltet - und das wird auch Zeit."

Andreas Stoch wurde auf dem Parteitag in Sindelfingen zum neuen Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg gewählt. Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion setzte sich mit 50,6 Prozent gegen Lars Castellucci (48,1 Prozent) durch. Neuer Generalsekretär ist Sascha Binder (69,44 Prozent). Als Stellvertreter und Stellvertreterinnen wurden Gabi Rolland (75,5 Prozent), Parsa Marvi (79,9 Prozent), Dorothea Kliche-Behnke (76 Prozent) und Jasmina Hostert (80,1 Prozent) gewählt. Schatzmeister bleibt Karl-Ulrich Templ (90 Prozent).

Alle Wahlergebnisse gibt es hier.

Impressionen vom Landesparteitag.

Das Ergebnis unserer Mitgliederbefragung zum Landesvorsitz: Leni Breymaier 48,46% (9176 Stimmen), Lars Castellucci 48,25% (9137 Stimmen), Enthaltungen 3,29% (623 Stimmen).

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat die heute Abend bekannt gewordenen Vorwürfe illegaler Parteienfinanzierung gegen die AfD als "ganz offensichtliche, schwere Korrumpierung" bezeichnet.

"Dieser Sumpf muss umgehend und vollständig ausgetrocknet werden", betonte Breymaier. "Schon jetzt ist klar: Trotz ihres moralinsauren Getues hat Frau Weidel das letzte Restchen an persönlicher Glaubwürdigkeit verloren. Die Strenge, die sie so gern als Monstranz vor sich herträgt, sollte sie nun selbst beherzigen und als Fraktionsvorsitzende der AfD zurücktreten - und besser ganz auf ihr Mandat verzichten."

Bei einem Treffen mit einer Elterninitiative, die sich für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium stark macht, hat SPD-Generalsekretärin Luisa Boos ihre grundsätzliche Unterstützung für diesen Vorstoß zugesagt. Die Petition der Elterninitiative für das G9 haben bereits 31.744 Personen unterzeichnet.

Boos erklärte, sie trete dafür ein, das Angebot auszubauen, in neun Jahren zum Abitur zu kommen. "Die Möglichkeit zwischen G8 und G9 wählen zu können, trägt den Wünschen von Schülern, Eltern und Lehrern Rechnung", sagte die Generalsekretärin beim Treffen in Stuttgart. "Die SPD steht zur Gemeinschaftsschule. Unser Ziel muss es sein, dass alle Kinder und Eltern zwischen G8 und G9 wählen können. Diese Wahlfreiheit muss sowohl über verschiedene Schularten - wie der Gemeinschaftsschule und den beruflichen Gymnasien - als auch am allgemeinbildenden Gymnasium gewährleistet sein."

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat den aktuellen Vorstoß der CDU für eine Aufweichung der Arbeitsbedingungen in der Gastronomie scharf kritisiert. "Was wir brauchen, sind nicht schlechtere, sondern bessere Arbeitsbedingungen in der Branche", erklärte Breymaier. "Was die CDU mal wieder als Flexibilisierung verkauft, ist nichts anderes als eine weitere Belastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer."

Die CDU-Fraktion hatte dieser Tage angekündigt, eine Bundesratsinitiative der grün-schwarzen Landesregierung einzubringen, um "die Arbeitszeit an betriebliche Erfordernisse anzupassen". Dabei gehe es nicht um eine Verlängerung der Gesamtarbeitszeit, sondern um "einen flexibleren Umgang mit der täglichen Höchstarbeitszeit".

SPD-Generalsekretärin Luisa Boos hat Innenminister Thomas Strobl im Fall Majd H. scharf attackiert: "Strobl ist ein Sicherheitsproblem für unser Land. Warum läuft ein polizeilich mehrfach einschlägig bekannter Mann frei herum, obwohl ein Haftbefehl vorlag und sogar Anwohner und Vermieter seit über einem Jahr Sturm gelaufen sind?"

Dazu komme, dass täglich Informationen in der BILD-Zeitung auftauchten, die nur Sicherheitsbehörden, Justiz und Innenministerium vorliegen dürften. "Der Innenminister hat seinen Laden nullkommanull im Griff. Maulwürfe in Ministerien oder Behörden sind ein Sicherheitsrisiko, das der Minister abstellen muss, indem er selbst für Aufklärung sorgt. Die Bevölkerung ist zurecht fassungslos", so Boos.