SPD Rheinmünster

 

Leserbrief Ortsvorsteherbezüge in Rheinmünster

In den Lokalausgaben der Zeitungen ABB und BT waren Artikel über die Gemeinderatsitzung vom 15.10.12 und die dort behandelten Ortsvorstehr- Bezüge in Rheinmünster enthalten.

Als Reaktion hierauf gab es nachstehenden Leserbrief des SPD Vorsitzenden an beide Zeitungen

Leserbrief

Unter anderem hatte die BfR zwei Ziele für die laufende  Wahlperiode. Ortschaftsräte auflösen und Frieden in die Gemeindepolitik zu bringen. Ihre Aktionen in der Gemeindepolitik sind  jedoch hierzu konträr.

Nachdem die BfR nicht in Ortschafsträten vertreten ist, versucht sie gegen die Ortschafträte auf anderem Wege an zu gehen. Mit der Verringerung der Ortsvorsteherbezüge zündete sie sozusagen das Haus des politischen Gegners an. Das gelang nur, nachdem die Ortsvorsteher für befangen erklärt wurden und damit die aus der Gemeinderatswahl hervorgegangene Stimmverteilung umgedreht wurde. Plötzlich hatte die BfR eine Mehrheit, die ihr der Bürger vorher nicht gegeben hatten.

Nachdem jetzt bildlich gesprochen das Haus brannte, holte der politische Gegner die Feuerwehr, in diesem Fall die Rechtsaufsichtsbehörde, sprich das Landratsamt und das Verwaltungsgericht zu Hilfe. Vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse, entscheidet das Amt, dass die Verringerung  der Bezüge nicht in die laufende Amtsperiode fallen darf.

Das ist für manche schwer zu akzeptieren und es wird daher weiter gezündelt. Der Bürgermeister legt Widerspruch ein und holt ein weiteres, kostenverursachendes,  Gutachten ein. Die BfR will die Kürzung der Bezüge gerichtlich klären lassen und macht den Vorschlag, egal wie das Urteil ausgeht, dass die Gemeinde die Kosten tragen soll. Übrigens warum kommt dieser Vorschlag  erst jetzt, nachdem es erheblichen Gegenwind gibt? Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Folgende Alternative könnte es geben: Neu abstimmen und die Wirksamkeit auf den Beginn einer neuen Amtsperiode nach der nächsten Wahl legen. Aber dies wurde nicht angesprochen.  Weil: dann dürften die Ortsvorsteher vermutlich mit abstimmen und wären nicht mehr außen vor. So gesehen hätte das Haus nicht brennen müssen.

Im Übrigen: Ortschaftsräte können sich immer noch nur selbst auflösen. Zu zündeln und zu sticheln führt zu Unfrieden in der Gemeinde und  erreicht bezogen auf die Ortschafträte genau das Gegenteil.

Rheinmünster, 18.10.12

Hubertus Stollmaier

SPD Rheinmünster

 

Gabriele Katzmarek

Ihre Bundestagsabgeordnete

 

Jonas Nicolas Weber

IHR LANDTAGSABGEORDNETER

 

Jusos Rastatt/Baden-Baden

 

Aktuelles aus dem Kreisverband

 

Neues aus dem Land

1. Solidarischer Umgang: Wir in Baden-Württemberg haben unsere Lektion gelernt. Eine Partei, die Solidarität zu ihren Grundwerten zählt, muss diese auch im Umgang miteinander leben.

2. Parteiführung auf breitem Fundament: Die zukünftige Parteiführung darf nicht im Hinterzimmer "ausgekungelt" werden. Wir fordern bei dieser Entscheidung eine Einbindung der Mitglieder. Dabei ist auch eine Vorwahl wie in anderen europäischen Ländern denkbar, an der nicht allein Parteimitglieder teilnehmen. Unabhängig davon, für welches Führungsmodell sich die SPD entscheidet, müssen die zu wählende Parteispitze und die Partei den Grundsatz der Solidarität aber auch leben.

3. Inhaltliche Klarheit: Die SPD muss Klarheit schaffen, welche Vorhaben in der Großen Koalition noch umgesetzt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel das Klimaschutzgesetz und die Grundrente. Diese Initiativen sind originäre Anliegen der SPD.

4. Überprüfung der GroKo: Die Entscheidung, ob wir Teil der Bundesregierung bleiben, erfolgt gemäß Koalitionsvertrag durch eine offene und transparente Überprüfung (Revisionsklausel) bei einem Bundesparteitag im Dezember 2019.

5. Neues Grundsatzprogramm: Unabhängig von der Frage der Regierungsbeteiligung treten wir für die Erarbeitung eines neuen, sozialökologisch ausgerichteten Grundsatzprogramms der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ein.

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch erklärt zum angekündigten Rücktritt der Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles:

"Dieser Rücktritt überrascht mich, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Natürlich ist er zu respektieren, denn der persönliche Druck auf Andrea Nahles ist mit jedem Tag weiter bis ins Unermessliche gestiegen. Dennoch bedaure ich diesen Schritt. Viele Probleme, in denen die SPD steckt, sind nicht erst in der Amtszeit von Andrea Nahles entstanden. Aber das Entscheidende ist doch: Wir haben in der SPD bundesweit bislang keinen Plan B - weder inhaltlich noch programmatisch noch personell.

Wir müssen uns jetzt alle zusammenreißen und in den kommenden Tagen in hoher Verantwortung gegenüber unserer Partei und unseren Mitgliedern miteinander diskutieren und miteinander handeln - und zwar mit kühlem Kopf und heißem Herzen. Es geht hier um den Fortbestand der deutschen Sozialdemokratie."

Das Bündnis für gebührenfreie Kitas in Baden-Württemberg steht: Zwölf Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um sich neben dem Ausbau und der Qualitätsentwicklung für Gebührenfreiheit in der frühkindlichen Bildung stark zu machen. Den Bündnispartnern geht es dabei darum, Familien zu entlasten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutreiben, mehr Bildungsgerechtigkeit und gleiche Lebensverhältnisse im Südwesten zu schaffen - und nicht zuletzt Kinderarmut zu bekämpfen, die es auch in Baden-Württemberg gibt. Bei der Vorstellung des Bündnisses am 29. Mai in Stuttgart haben die Partner ihre Motivation und ihre Beweggründe im Einzelnen dargelegt.

Mehr Infos hier.

"Es ist ein Wahlabend, über den wir in der Partei fair, aber auch schonungslos und zukunftsgerichtet reden müssen, auf allen Ebenen. Um die 15,5 Prozent bei der Europawahl bundesweit sind für die SPD eine herbe Enttäuschung - selbst dann, wenn das Ergebnis vom letzen Mal ehrlicherweise in weiter Ferne lag.

Eine Woche vor der Europawahl hat die SPD Baden-Württemberg den Wahlkampfendspurt eingeläutet. 500 Menschen auf dem proppenvollen Marktplatz in Heidelberg waren dabei, um Katarina Barley, Andrea Nahles und Andreas Stoch live zu erleben. Viel Beifall gab es für die klaren Ansagen im Kampf gegen Rechtspopulisten.

Nahles zur CDU: "Sprechen Sie mit einer Stimme"

"Wir alle müssen nun entscheiden, ob wir ein Europa haben wollen, in dem die Staaten mit Respekt und auf Augenhöhe zusammenarbeiten - oder ein nationalistisches Europa, in dem jeder nur an sich selbst denkt", erklärte SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley.

Gute frühkindliche Bildung funktioniert für uns im Dreiklang aus Gebührenfreiheit, Betreuungskapazitäten und Qualitätsentwicklung. Mehr Plätze und mehr Qualität kann es aber nur geben, wenn wir auch mehr Fachkräfte für die Kitas gewinnen.

Unser Maßnahmenpaket:

Über 100 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind am Wochenende bei einer kommunalpolitischen Konferenz auf der Stuttgarter Waldau zusammengekommen, um gemeinsam in die "heiße Phase" zur Kommunal- und Europawahl am 26. Mai zu starten. Franziska Giffey schwor die Genossinnen und Genossen auf einen starken und selbstbewussten Schlussspurt ein. "Gute Kitas, starke Familien, eine echte Fachkräfteoffensive - dafür steht die SPD", erklärte die Bundesfamilienministerin.

SPD-Generalsekretär Sascha Binder hat die Kritik des Vereins "Mehr Demokratie" aufgegriffen, der die Ablehnung des von der SPD initiierten Volksbegehrens über kostenlose Kitas durch die Landesregierung bemängelt. "Ministerpräsident Kretschmann führt eine Landesregierung, die direkte Demokratie in diesem Land unmöglich macht", betonte Binder.

SPD-Generalsekretär Sascha Binder hat die heutige Wiederwahl des CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl als "reines Placebo" bezeichnet.

"Die Delegierten haben Strobl als Landesvorsitzendem eine Gnadenfrist gegeben, um nicht kopflos in die Europa- und Kommunalwahl zu schlittern. Insofern hat er sich noch einmal über diese Hürde hinüber gerettet. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Bei der Spitzenkandidatur in Baden-Württemberg ticken die Uhren anders", so Binder.